Zuhause programmieren lernen – Fraunhofer IAIS verschenkt 2000 Mini-Computer an Kinder in NRW

08.04.2020 | Presseinformation

© Deutsches Museum Bonn/ Lichtenscheidt

Die Notwendigkeit und Chancen der Digitalisierung werden in Zeiten von Corona immer deutlicher. Lehrkräfte, Schüler*innen und auch Eltern sind vermehrt auf digitale Lernmittel angewiesen. Mit Roberta4Home unterstützt das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS gemeinsam mit der Kompetenzplattform KI.NRW des Landes Nordrhein-Westfalen Menschen beim Lehren und Lernen in den eigenen vier Wänden: 2000 Calliope mini-Computer stehen ab sofort interessierten Familien und (digitalen) Klassen in NRW zum Programmieren auf der Fraunhofer-Plattform »Open Roberta« zur Verfügung – praxisnah, sicher, hands-on.

Die Schulen sind geschlossen, doch das Lernen geht weiter. Nicht nur Erwachsene nutzen im »Home Office« vermehrt digitale Medien – auch Kinder und Jugendliche steigen, von Lern-Apps bis hin zu virtuellen Turnstunden, neu in die digitale Welt ein. Mit dem Projekt »Roberta4Home« verfolgt die Roberta-Initiative des Fraunhofer IAIS in Zusammenarbeit mit der Kompetenzplattform KI.NRW ein gemeinsames Ziel: Möglichst viele Schülerinnen und Schüler sollen zuhause hands-on programmieren lernen können. Dafür spendet das Fraunhofer IAIS 2000 Calliope mini-Computer an Familien und Grundschullehrkräfte in NRW. Interessierte können sich ab sofort online für einen Mini-Computer bewerben: www.roberta4home.de

Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie (MWIDE) des Landes Nordrhein-Westfalen, unterstützt das Projekt als Schirmherr: »Digitale Lernkonzepte bieten tolle Möglichkeiten, um auch während der vorübergehenden Schulschließung spielerisch die Welt zu entdecken und Schlüsselkompetenzen aufzubauen. Ich begrüße es deshalb sehr, dass Roberta4Home Hardware bereitstellt, damit Mädchen und Jungen in den eigenen vier Wänden das Programmieren erlernen können. Das Projekt Code4Space, bei dem die beste Idee mit auf die Internationale Raumstation ISS fliegen kann, ist ein einmaliger Anreiz für alle Kinder, gerade jetzt mit dem Coden zu beginnen.«

 

Programmieridee mit Open Roberta entwickeln – Calliope mini anfordern

Mit dem Projekt knüpft das Fraunhofer IAIS an den Grundschulwettbewerb »Code4Space« an, den das Institut im März gemeinsam mit der Stiftung erste deutsche Astronautin gGmbH gestartet hat. Im Rahmen des Wettbewerbs können Kinder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre eigenen Programmier-Experimente mit dem Calliope mini für den Einsatz im Weltraum entwickeln. Die Open-Source-Programmierplattform »Open Roberta« von Fraunhofer IAIS ermöglicht Teilnehmenden einen kinderleichten Einstieg ins Coden. Die beste Wettbewerbsidee fliegt mit Unterstützung der Google Zukunftswerkstatt zur Internationalen Raumstation ISS.

Roberta4Home bietet jetzt die Chance, einen Calliope mini kostenfrei zu erhalten, damit zuhause programmieren zu lernen und nach den Sternen zu greifen. Mitmachen ist ganz einfach: »Eltern oder Lehrkräfte überlegen gemeinsam mit ihren Grundschulkindern (ab Klasse 2), gern auch in virtuellen Teams mit Freunden oder Geschwistern, was sie mit einem Mini-Computer zuhause, in ihrer Schule, in der Natur oder sogar für das Weltall programmieren wollen«, erklärt Thorsten Leimbach, Leiter der Roberta-Initiative. »Die Ideen können einfach als Video, Fotos, Zeichnung oder Beschreibung in Textform über ein Online-Formular eingereicht werden. Die ersten 2000 Einsendungen bekommen je einen Calliope mini nach Hause und können dann direkt mit dem Programmieren loslegen.«

 

Ausbau des Programms Roberta4Home – Unterstützer gesucht

Unterstützt wird das Projekt von der Kompetenzplattform KI.NRW. »Unser Ziel besteht darin, wissenschaftliches Know-how zum Thema Künstliche Intelligenz in die Anwendung zu bringen und die berufliche Qualifizierung auf diesem Gebiet zu fördern. Durch die Zusammenarbeit mit Roberta4Home können davon auch schon die Jüngsten in NRW profitieren«, sagt Dr. Dirk Hecker, wissenschaftlicher Direktor der Kompetenzplattform KI.NRW.

Nach dem Start von Roberta4Home plant das Fraunhofer IAIS, das Programm mit weiteren Themenschwerpunkten fortzusetzen und bundesweit zu verankern. Das Roberta-Konzept der Initiative bietet entsprechend des Leitprinzips »Lebenslanges digitales Lernen« auch Inhalte für Kinder und Jugendliche bis Sek II sowie für Auszubildende und Mitarbeitende bis ins Management. »Gemeinsam mit Partner*innen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft wollen wir im Rahmen von Roberta4Home fortlaufend Aktionen initiieren, die auch ältere Zielgruppen ansprechen, motivieren und befähigen, Kenntnisse im Bereich Programmierung und digitale Kompetenzen aufzubauen«, sagt Thorsten Leimbach. »Wir laden Sie ein: Stärken Sie mit uns eine Generation, die unsere digitale Welt nicht nur nutzen, sondern sie aktiv mitgestalten will!«

Jetzt für einen Calliope mini bewerben!

  » www.roberta4home.de

Sie wollen Roberta4Home unterstützen?

 

Kontaktieren Sie die Roberta-Initiative:
roberta-zentrale(at)iais.fraunhofer.de

Presseinformation als PDF

 

Über die Roberta-Initiative des Fraunhofer IAIS

Seit 2002 unterstützt »Roberta – Lernen mit Robotern«, eine Initiative des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS, MINT-Bildung bei Mädchen und Jungen von der Grundschule bis in die Sek II sowie im Aus- und Fortbildungsbereich. Die Roberta-Coaches von Fraunhofer IAIS haben bereits mehr als 2700 Lehrkräfte geschult, die an Schulen deutschlandweit und international Robotik- und Programmierkurse anbieten. Mit Open Roberta hat das Fraunhofer IAIS mit Unterstützung von Google.org eine Plattform entwickelt, auf der mittlerweile Hunderttausende Kinder und Jugendliche aus mehr als 120 Ländern weltweit spielerisch per »drag and drop« Programme für unterschiedliche Roboter und Mikrocontroller erstellen. Die Programmierumgebung wird auf Fraunhofer-Servern am Standort Sankt Augustin entwickelt und bereitgestellt.

 

Über die Stiftung »erste deutsche Astronautin« gGmbH

Die Initiative »Die Astronautin« hat zum Ziel, die erste deutsche Frau auf eine Forschungsmission zur ISS zu entsenden. Die Astronautin soll zum einen Frauen und Mädchen für technische Berufe und ein naturwissenschaftliches Studium begeistern. Zum anderen soll sie bei ihrem ISS-Aufenthalt mit einem Experimentprogramm insbesondere erforschen, wie der weibliche Körper in der Schwerelosigkeit reagiert.

Pressekontakt

Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse
und Informationssysteme IAIS
Schloss Birlinghoven
53757 Sankt Augustin

Elena Zay, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
pr@iais.fraunhofer.de

Dr. Carmen Köhler, Education & Outreach Manager
Stiftung erste deutsche Astronautin gGmbH
ckoehler@dieastronautin.de